Antifa Workcamp

Blumen für Stukenbrock

Das Stalag 326

  1. Einführung
    An der Bundesstraße 68 in der Nähe der Gemeinde Stukenbrock in Ostwestfalen am Teutoburger Wald macht ein kleines Hinweisschild auf eine in der Senne befindliche "Kriegsgräberstätte" aufmerksam. Es handelt sich jedoch nicht um "Kriegsgräber" im eigentlichen Sinne, sondern um einen Friedhof, auf dem Opfer der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik ihre letzte Ruhe gefunden haben. Die Rede ist von dem Strafgefangenenlager Stalag 326 in dem ca. 65.000 hauptsächlich russische Kriegsgefangene unter menschenverachtenden Bedingungen zu Tode gequält wurden.
    Dieses ist Teil einer deutschen Vergangenheit, deren "Entsorgung" in der Wissenschaft und öffentlichen Diskussion in der BRD immer wieder angestrebt wird. Wir finden es wichtig, dieser Tendenz entgegenzuwirken und die Erinnerung an die menschenverachtende und menschenvernichtende Weltanschauung und alltägliche Praxis des Nationalsozialismus aufrecht zu erhalten.
    Zum Gedenken an die Toten finden sich bereits seit 30 Jahren, anläßlich des internationalen Antikriegstages, Antifaschistinnen und Antifaschisten zu den Gedenkveranstaltungen auf dem Friedhof des Stalag 326 ein.
    Aus diesem Anlaß veranstaltet das Antifaschistische Kreisplenum Gütersloh, zusammen mit anderen politisch aktiven Gruppen, auch in diesem Jahr wieder das Antifa-Work-Camp. Hier beschäftigen wir uns mit der Geschichte des Stalag 326, aktuellen nationalsozialistischen Aktivitäten in der Region und eigenen Handlungsmöglichkeiten im Alltag, Schule und Ausbildung beschäftigen wollen.
  2. Der Krieg gegen die Sowjetunion
    Die deutsche Kriegszielplanung stand, teilweise detailliert, schon vor 1939 fest und umfaßte die Aufteilung aller großen sowjetischen Betriebe, Ländereien, sowie die Versklavung der russischen "Untermenschen" und die Ermordung aller sowjetischen FunktionsträgerInnen und BürgerInnen "jüdischer Abstammung und mosaischen Glaubens" im NS-Sinne.
    "Soweit aus den bisher angefallenen Erlassen und Richtlinien zu ersehen ist, werden wir einen Großteil des von uns bisher eroberten Gebietes einer deutschen Kolonisationstätigkeit dienstbar machen. Wie jedem einleuchten wird, brauchen wir für das eroberte Gebiet Menschen, die erstens für den Wiederaufbau in Frage kommen, zweitens die Produktionsstätten und Ländereien wieder in Gang bringen. Zur Zeit verfügen wir noch nicht über einen Überschuß an deutschen Volksgenossen für diese Aufgaben noch. Wir sind so gezwungen, auf den russischen Menschen selbst zurückzugreifen. Es ist klar, daß aber nicht jeder Sowjetrusse für die Arbeit in Frage kommen kann, ist doch der Russe seit Beginn der 20er Jahre bis jetzt systematisch im bolschewistischen Sinn geschult und verhetzt worden. Es müssen daher alle untragbaren Elemente, die sich unter denjenigen Kriegsgefangenen befinden, welche für die Verwendung im besetzten Gebiet in Frage kommen sollen, herausgesucht und ausgeschieden werden. Als politisch untragbare Elemente gelten insbesondere bedeutende Funktionäre des Staates und der Partei, Berufsrevolutionäre und Funktionäre der Komintern, alle maßgebenden Parteifunktionäre der KP und SU und ihrer Nebenorganisationen in den Zentralkomitees, den Gau- und Gebietskomitees, alle Volkskommissare und ihre Stellvertreter, alle ehemaligen politischen Kommissare in der Roten Armee, die leitenden Persönlichkeiten der Zentral- und der Mittelinstanzen bei den staatliche Behörden, die führenden Persönlichkeiten des Wirtschaftslebens, die sowjetrussische Intelligenz, alle Juden und alle Personen, die als Aufwiegler und fanatische Kommunisten festgestellt werden.
    ...
    Es besteht keinerlei Veranlassung, den Russen gegenüber sentimentale oder sonstige Gefühle walten zu lassen. Deshalb werden die von den Einsatzkommandos als verdächtig ermittelten Sowjetrussen ohne Verzug, entsprechend den vom RSHA (Reichssicherheitshauptamt) erlassenen Richtlinien vom 17 Juli 1941, diesen gemeldet und nach Eingang einer Exekutionsbestätigung erschossen. (...) Nach der Exekutionsbestätigung wird mit der Durchführung der angeordneten Maßnahmen sofort begonnen. Eine lange Verwahrung in den jeweiligen Lagern für den betreffenden Sowjetrussen wird vermieden. Die Exekution darf nicht im Lager und auch nicht in dessen unmittelbarer Nähe durchgeführt werden, ferner darf sie nicht öffentlich sein, und es dürfen grundsätzlich keinerlei Zuschauer zugelassen werden.
    ...
    Das Oberkommando der Wehrmacht hat erst in den letzten Tagen eingehende Anordnungen für die Behandlung sowjetrussischer Kriegsgefangener in allen Kriegsgefangenenlagern an die an dieser Frage interessierten Wehrmachtstellen herausgegeben... Sie unterstreichen nur die Wichtigkeit der Tätigkeit der politischen und sonstigen Überprüfung der sowjetrussischen Kriegsgefangenen und sind vom Gedanken getragen, daß es sich bei den russischen Gefangenen nicht um Kriegsgefangene im üblichen Sinn handelt, sondern, wie auch der Führer in seiner letzten Rede zur Eröffnung des Kriegswinterhilfswerkes 1941/42 betonte, um einen Gegner, der nur aus Tieren und Bestien besteht. So sind sie in erster Linie auch zu behandeln." (Eugen Kogon, Der SS-Staat. Das System der deutschen Konzentrationslager, München 1980)

    Am 22. Juni überfiel die deutsche Wehrmacht trotz Nichtangriffspaktes die UdSSR. Von diesem Tage an dauerte der Krieg noch 1.418 Tage. 20-25 Millionen sowjetische Menschen starben, 3,3 Millionen Sowjetsoldaten und Soldatinnen wurden in faschistischer Gefangenschaft getötet. 1710 Städte, 70.000 Dörfer, 32.000 Industriebetriebe, 98.000 Kolchosen und 1876 Staatsgüter zerstört. Zusätzlich wurde fast die gesamte Infrastruktur wie Straßen und Eisenbahnschienen im europäischen Teil fast total vernichtet.

  3. Das Stalag 326
    Bereits Anfang Mai 1941 inspizierten Offiziere der deutschen Wehrmacht das Gelände, auf dem sich heute die Landespolizeischule NRW "Erich Klausener" befindet. Zum Erstaunen der Bevölkerung veranlaßten sie, daß dieses Gelände in einer Größe von 450.000 qm eingezäunt und im inneren Brunnen angelegt wurden. Der Zweck dieser Arbeiten wurde geheim gehalten.
    Nach der Errichtung des Lagers wurde zunächst die einheimische Bevölkerung scharfgemacht: So schrieb das Paderborner "Westfälische Volksblatt" einen langen Artikel über "Bolschewistisches Untermenschentum in deutscher Gefangenschaft". Russische Gefangene seien "das Primitivste und Niedrigste, das zur weißen Rasse zählt."

    Am 07. Juli 1941 wurden mehr als 7000 Gefangene, darunter viele Zivilpersonen, auf das eingezäunte Heidegelände bei Stukenbrock getrieben. In Viehwaggons hatte man sie nach tagelangem Eisenbahntransport zum Bahnhof Hövelhof gebracht. Zu Fuß mußten sie einen langen Marsch zum Lager zurücklegen. Der Lagerarzt erinnerte sich: "Häufig schon Tote aus Transportzügen in Hövelhof ausgeladen. Von dort aus wurde zu Fuß gegangen." Einheimische AugenzeugInnen: "Sie waren kahlgeschoren und hatten hohle Augen wegen des Hungers ... Viele brachen zusammen und wurden dann mit den Kolben geprügelt und in den Straßengraben gestoßen ... (die Russen) ... fraßen das Laub von den Bäumen ... dafür wurden sie geprügelt ... es wurde auch geschossen ... immer wieder Tote, sei es auf dem Bahnhof oder auf dem Weg zum Lager..."

    Die Kriegsgefangenen errichteten zusammen mit polnischen Zwangsarbeitern das unter der Bezeichnung Stalag 326 (VI/K) Forrelkrug bekanntgewordene Lager. Es war für 100.000 Gefangene angelegt; rund 2 Millionen gefangene sowjetische Soldaten gingen durch dieses Lager. Die Lebensbedingungen waren eigentlich nicht als solche zu bezeichnen. Es gab zudem noch weitere Internierte anderer Armeen (polnische, französische und jugoslawische, etc.),die in separaten Abteilungen des Lagers untergebracht wurden, später wurde noch ein Extralager für Italiener angelegt.

    Das Lager Stukenbrock hatte einen Doppelcharakter als Stamm- und Durchgangslager. Mindestens 200.000 sowjetische Soldaten wurden hier mit einer Erkennungsmarke versehen. Hinzu kommen mindestens 100.000 Sowjetsoldaten, die schon in anderen Lagern gewesen waren. Man bemühte sich um eine genaue Registrierung, was aber aufgrund von Analphabetismus, Schwierigkeiten mit dem Kyrillischen und fehlenden Dolmetschern oft nicht gelang. Das war für die Arbeit des lagerinternen Widerstandes wichtig, da gesuchte und aussortierte Gefangene oft im Lazarett für tot erklärt wurden. Es gab Kriegsgefangene, die die Schwächen des Erfassungsverfahrens zu gezielte Falschinformationen nutzten. So konnten insbesondere diejenigen von ihnen, die wegen ihrer Sprachkenntnisse in der Karteiführung beschäftigt waren, falsche Eintragungen vornehmen, um ihren Leidensgenossen zu helfen.

    Anfangs wohnten die Gefangenen unter freien Himmel oder in primitiven Erdhütten und waren Wind, Regen und Kälte ausgesetzt. Die ersten Gefangenen des Lagers brachen vor Hunger die Rinde von den Bäumen und rissen Blätter und Grasbüschel ab, um wenigstens etwas im Magen zu haben.
    Später bestand die Nahrung aus 200 Gramm Ersatzbrot (Brot mit Sägemehlzusatz), einen halben Liter Ersatzkaffee und einer Schöpfkelle Wassersuppe (Balanda), die aus ungeschälten weißen Rüben, Kartoffelabfällen, Kräutern und Baumblättern hergestellt wurden. Das waren insgesamt täglich 700-800 Kalorien.

    Entkräftet durch die schwere Arbeit und den grausamen Hunger gingen tausende sowjetische Lagerinsassen zugrunde. Weil zwangsläufig ihre Arbeitsleistung nachließ, wurden die Schwächsten immer wieder von Wachleuten geschlagen, mit Essensentzug bestraft oder erschossen.
    Pfarrer Bange, ein Wehrmachtspfarrer, 1975 über die Zustände im Stalag: "Wie die Landser alle einen Knüppel in der Hand hielten und auf die Russen schlugen- wie man nicht auf ein Stück Vieh schlägt. Es wurde willkürlich zwischen die Gefangen geschossen und am Abend rühmten sich dann manche, so viele wieder umgelegt zu haben."

    Im kalten Winter 1941/42 brachte man statt 144 Gefangene 400 bis 500 in einer Baracke unter, die zudem noch ungeheizt war. Zu dieser Zeit waren rund 15.000 Gefangene im Lager. Täglich stieg die Zahl der Kranken und derer, die an Hunger starben.

    Der ehemalige russische Offizier Viktor Michailowitsch Asarow erzählt: "Ich kam im Frühjahr nach Stukenbrock. Obwohl ich dort nur einige Monate verbrachte, blieb diese Zeit für immer in meinem Gedächtnis haften - als die schlimmste Erinnerung meines Lebens. Was die schrecklichen Verhöhnungen, die Quälereien und das Unrecht betrifft, daß in diesem Lager begangen wurde. Bei der Verteidigung von Sewastopol war ich in Gefangenschaft geraten. Als Offizier wurde ich durch viele KZ geschleppt. Ich habe viele Greuellaten erlebt, aber das Stukenbrocker Lager ist mir als ganz besonders grausam in Erinnerung. Die besonderen Merkmale des Lagers: Rechtlosigkeit der sowjetischen Gefangenen, unerträgliche Bedingungen, Hunger, Kälte, die schlechtesten sanitären Umstände, die man sich denken kann, Erschießungen, das völlige Fehlen von Rechten und Regelungen in moralischer Hinsicht oder das stundenlange Stehen auf dem Appellplatz. Ganz gleich, bei welchem Wetter, 3, 4, 5 Stunden oft halb nackt, wie wir waren. Wer umfiel, wurde unmenschlich geschlagen. Nach solchen Appellen blieben meist 10 bis 15 Kameraden auf dem Appellplatz liegen. Das Essen bestand aus Steckrüben, ein Viertel davon war Sand, von dem es in dem Lager genug gab. Selbstverständlich konnte es ein Mensch nicht lange aushalten, der 2 oder 3 Wochen dieses Essen bekam. Aber die SS schoß auch auf Gefangene, die nach Gras suchten oder nach etwas anderem eßbaren und dabei in die Nähe des Stacheldrahtes kamen."

    lwan Michailowitsch Mamontow erzählt: "Das erste, was ich dort als gefangener Offizier erlebte, waren die Vernehmungskommissionen. Jeder von uns mußte 5 Wörter mit R nachsprechen. Damit wollte man feststellen, wer Jude war. Die Übriggebliebenen wurden in eine Baracke gebracht, wo sie angeblich untersucht wurden. Ich mußte nicht in diese Baracke. Aber mein langjähriger Kampfgefährte Lapidus, der einer Aufklärungsabteilung angehörte, kam von dieser "medizinischen" Untersuchung nicht wieder. Die SS hetzte Hunde auf die Gefangenen. Alle waren schwach und abgemagert. Ich selbst wog nur 45 Kilo. Wenn solch ein Hund einen Gefangenen ansprang, so fiel dieser sofort zu Boden und wurde dann vom Hund zerrissen. Solche Fälle gab es sehr viele."

    Wegen Aussonderungen wurde nach dem Krieg ermittelt, aber das Verfahren wurde 1970 mangels Beweisen eingestellt. Vermutlich ging der erste Zug mit Ausgesonderten im September 1941 in das KZ Buchenwald. Nachweisbar gab es SS-Einsatztruppen im Lager, die aussonderten. So stand nach Augenzeugenberichten ein SS-Mann bei allen Transporten am Eingang des Lagers, um durch Ansehen eine bestimmte Quote von Juden aus dem Transport auszusondern. Die Ausgesonderten kamen zunächst in den sogenannten "Pferch", der vom Rest des Lagers getrennt war und zu dem die Wehrmacht keinen Zutritt hatte. Es sind auch Folterungen belegt, die dazu dienen sollten, Namen von Auszusondernden zu erpressen.
    Umstritten ist, ob es im Lager auch Erschießungen gegeben hat. Die Häftlinge behaupten dies übereinstimmend, die Offiziere bestreiten es, die Wissenschaft diskutiert darüber. Laut Aussagen von Nazi-Offizieren aus Buchenwald sei Stukenbrock in der Anfangszeit eines der Hauptlieferanten für die dortige Genickschußanlage gewesen, hier wird von erheblich über 1.000 ermordeten Gefangenen aus Stukenbrock ausgegangen. Insgesamt sind vermutlich weit über 50.000 sowjetischer Kriegsgefangene auf diese Art und Weise ermordet worden. Die Zahl der hier ausgesonderten wird auf ca. 6.000 geschätzt.

    Fazit der Gefangenen: "Stalag 326 wurde auf unseren Knochen gebaut. Jedes seiner Ziegel, jede Baracke, jeder Meter Stacheldrahtzaun ist begossen mit russischem Blut. Sie brachten uns durch Hunger, Kälte, erschöpfende Arbeiten, Krankheiten und Folter um. Sie hetzten uns mit Hunden, erschossen unsere Kameraden..."

    Wenn behauptet wird, die deutsche Bevölkerung habe von den Verbrechen nichts gewußt, so ist das nicht war. Scharenweise "besichtigen" Bürger der unmittelbaren Umgebung und auch aus Bielefeld die Gefangenen. Ausflüge wurden organisiert, um die "barbarischen Untermenschen" zu sehen. Es wird berichtet, daß Ausflügler Brotstücke in die Menge der angekommenen Gefangenen geworfen haben und sich dann darüber amüsierten, wie diese sich auf das Brot stürzten. Selbst Schulkinder wies man auf die in Güterwagen in Hövelhof ankommenden Gefangen hin.
    Die militärischen und zivilen Behörden der Region haben die Situation der Gefangenen gekannt, jedoch kaum etwas unternommen, um sie zu verbessern. Da der Schriftverkehr auch über untergeordnete Schreibtische lief, kann niemand der Dabeigewesenen sich als unwissend bezeichnen.

  4. Die Widerstandsbewegung
    Die Beurteilung des Widerstandes ist zwiespältig. Während die antifaschistische Geschichtsschreibung, die überhaupt als erste und kontinuierlichste mit der Forschung anfing, den massiven Widerstand herauszustellen und sich hierbei vor allem auf Augenzeugenberichten stützt, versucht die neuere, offizielle Geschichtsschreibung darauf hin, daß dieser Widerstand nur ansatzweise durch Quellen belegbar ist. Die Taten an sich werden nicht in Frage gestellt, es wird jedoch darauf hingewiesen, daß die Gefangen ein Motiv gehabt hätten, zu lügen oder zumindest zu übertreiben. Das Motiv sei Schande gewesen, lebendig in Gefangenschaft geraten zu sein und die daraufhin zu erwartende schlechte Behandlung in der Heimat. Man habe sich erhofft, im Falle des Widerstandes nicht so hart bestraft zu werden. Auf der einen Seite kann sich die Quellenlage verbessert haben, auf der anderen Seite ist auch die Denunziation des Widerstandes durchaus im Sinne der herrschenden Geschichtsschreibung der BRD. Haben Teile der antifaschistischen Seite Interesse daran, den Widerstand und den gesamten Einsatz der Roten Armee als bewußt antifaschistisch herauszustellen, so wird der Angriff auf die SU in der BRD dazu allzu oft als Präventivschlag gegen ein anderes zum Angriff bereites totalitäres System dargestellt, nach dem Motto: zwei verbrecherische Systeme bekämpfen sich, alle Beteiligten wurden sinnlos und gegen ihren Willen in den Tod gehetzt. Dies ist eher unzutreffend.
    Festzuhalten ist, daß sich die Aufarbeitung der Geschichte dieses Lagers ohne linke und antifaschistische Kräfte ohnehin erledigt hätte, da der Friedhof nicht mehr bestünde und weiter fleißig Unangenehmes verdrängt werden könnte. Erst nach 1989 konnte sich nach dem vorläufigen Ende des Systemvergleichs auch die Konservative gefahrlos mit dem Stalag auseinandersetzen. Die Gedenkstätte war stets ein Zankapfel, halb wurde sie hart erkämpft, später verschenkt. Interessant ist auch, daß Stukenbrock nach dem Krieg als Internierungslager für Nazis weiterbestand. Ein Sachverhalt, der in der ehemaligen SBZ nun vor allem zu einer Aufarbeitung dieser Schicksale der Opfer des Stalinismus aufgefordert hätte; nun war Eselsheide jedoch ein englisches Lager, von daher verläuft diese Diskussion doch sehr seicht und ideologisch weniger brisant.
    Nach Aussage der Gefangenen wurde in den Zwangsarbeitsbetrieben großräumig Sabotage betrieben, sie nennen hierfür viele Beispiele, so die Zerstörung von Werkzeugen und Werkbänken, Selbstverstümmelung, Arbeitsverweigerung und ähnliches. Es gab einen Fall, in dem nach und nach eine Werkbank im Klo verschwunden ist. So wurde schon im Herbst 1941 ein Offizier, der Propaganda betrieb, umgebracht. Beim Versuch, dies zu verhindern, sollen einige Gefangene erschossen worden sein. Daraufhin sollen 20 Kommandeure die Arbeit verweigert haben, was ihre Exekution zur Folge hatte. Diese Vorfälle tauchen in den Lagerakten nicht auf.
    Flucht war ein weiteres Mittel der Verweigerung, sie war allerdings fast nie erfolgreich. Einer der Fliehenden, Jegorow, wurde verletzt, aber als Folter nicht ins Lazarett gelassen, sondern zur Arbeit eingeteilt, was seinen Tod zur Folge hatte.
    Mehrere Brandstiftungen wurden begangen, so in Warburg, Lippspringe, Gütersloh und vielen anderen Orten. Die tatsächlichen oder angeblichen Täter wurden ermordet. Die entschlossenen Widerstandskämpfer waren Ärzte und Offiziere, viele wurden deswegen ermordet, ihnen wurde von ihren Mitgefangenen ein Denkmal gesetzt, welches mittlerweile im tiefsten Frieden oder auch kaltem Krieg abgerissen worden ist. An dieser Stelle steht heute, ein Mahnmal für deutsche Heimatvertriebene, ebenso ist die rote Fahne auf dem Obelisken durch ein orthodoxes Kreuz ersetzt worden. Fakt ist, daß es eine große Widerstandsorganisation im Lager gab. Das Zentrum dieses Widerstandes befand sich im Lagerlazarett Staumühle, wo die Gestapokontrolle wegen der Ansteckungsgefahr schwächer war. D.B. Starikow schreibt darüber ausführlich: "Im Rahmen meiner Arbeit hatte ich die Möglichkeit, unseren Leuten durch Änderung des Stempels bei der Angabe des Gesundheitszustandes zu helfen, damit sie leichtere Arbeit erhielten. So meldete ich dem Chef, bei der Überprüfung einiger Karteikarten sei festgestellt worden, daß die Angaben zur Person nicht mit denen auf den Stammkarten übereinstimmten und ich sie deshalb neu schreiben müsse. Ich erhielt die Stempel und stempelte dann anstelle der Gruppe 1 die Gruppe 2 oder 3 (nur für leichtere Arbeiten geeignet), so daß die Leute anstatt in den Bergbau in Beuernwirtschaften kamen..."

    Sogar eine neue Identität konnten einzelne Gefangene auf diese Weise erhalten. So "verschwanden" Bedrohte vor allem dadurch, daß sie mit den Identitäten Ermordeter und Verstorbener ausgestattet wurden. Damit wird deutlich, daß selbst eine formal korrekt geführte Kartei inhaltlich Fehler aufweisen konnte, die von deutscher Seite aus kaum zu beheben waren. Oft wurden auch Beine verbunden, die gänzlich gesund waren, weil die Träger der Beine geschwächt waren und Ruhe zum Überleben brauchten. Einige wurden als TBC-Kranke ins Außenlager Staumühle verlegt, weil sie von der Gestapo gesucht wurden.

    Außer diesen Aufgaben versuchte diese Widerstandsbewegung zu informieren, zu überzeugen und die Selbstbefreiung des Lagers vorzubereiten. Zudem wurde umfangreiche Kulturarbeit geleistet. Aber nicht nur im Lazarett blühte die Widerstandsarbeit, in allen Institutionen, in denen die deutsche Verwaltung auf russische Hilfskräfte angewiesen war, wurde dies ausgenutzt. Hierbei wurde zusammengearbeitet mit den AntifaschistInnen innerhalb der Deutschen, von denen immerhin sechs namentlich genannt werden. Diese informierten die Gefangenen über die Pläne der Lagerleitung, warnten vor Durchsuchungen etc. Die Gestapo bemerkte die Störungen und antwortete mit Repressionen, mehr und mehr Gefangene wurden in Vernichtungslager überstellt. Ein schwerer Schlag war das Aufdecken der Lazarettorganisation durch eingeschleuste V-Leute. Trotz Folter und umfangreichen Verhaftungen wurde die Gruppe nicht aufgerollt, aber zwei Widerstandskämpfer, Serow und Kowalejew, kamen nach Buchenwald. Der Widerstand organisierte und vernetzte sich über ganz OWL und konzentrierte sich ab 1944 um einen Offizier namens S.J. Kurinin, dem nachgesagt wird, er habe die Einigung und Sammlung der Kräfte im Lager geschafft, und damit mit den Vorbereitungen für die Selbstbefreiung des Lagers begonnen.

  5. Die Befreiung
    Als am 2. April 1945 die amerikanischen Panzerspitzen auf das Lager zurollten, wurden die deutschen Wachmannschaften nach einem gut vorbereiteten Plan von sowjetischen Lagerinsassen entwaffnet. Der Stab der Widerstandsbewegung übernahm nach einem erfolgreichen Aufstand die Lagerverwaltung. Zu dieser Zeit befanden sich 10.000 Gefangene, darunter 1.400 Kranke im Lager. Das Lager war befreit, aber da bis zum 8. Mai noch erbittert gegen die Hitlerarmeen gekämpft wurde, blieb der Traum nach baldiger Rückkehr in die Heimat noch unerfüllt. Bis dahin mußte für Essen und medizinische Versorgung gesorgt werden. Des weiteren war es den Gefangenen ein Bedürfnis, die ermordeten Kameraden und Genossen würdevoll zu begraben, damit sie nie in Vergessenheit geraten würden. So legten sie den Friedhof an und errichteten die Denkmäler, die wir noch heute teilweise dort sehen können.
  6. Die Entstehung der Gedenkstätte
    Am 5. April 1945 legten die ehemaligen Häftlinge A.A. Mordanj, W.F. Chorpersky und N.P. Sminrow eine Zeichnung und die technischen Unterlagen für den Bau eines Denkmahls vor. Am 7. April wurde mit den Bauarbeiten durch eine Arbeitsbrigade, bestehend aus 130 Mann, unter der Leitung der drei Architekten begonnen. Neben den entkräfteten Gefangenen beteiligten sich auch deutsche AnifaschistInnen an der Arbeit. Der Bau dauerte bis zum 30. April 23 Tage, das Denkmal wurde am 2. Mai vor über 10.000 Menschen enthüllt. In den folgenden Tagen errichteten die sowjetischen Soldaten auf dem Friedhof vor jedem der 36 Massengräber eine Granittafel mit Inschriften, legten Pfade an, pflanzten Bäume und stellten Bände auf.
    Dieser Friedhof wurde in den folgenden Wochen von Tausenden Soldaten, von ehemaligen Insassen der verschiedensten Nationalitäten besucht, bevor diese in ihre Heimat zurückkehrten. Im Laufe von 3 Monaten waren es 35.000 Menschen, die sich hier vor ihren toten Kameraden verneigten. Am 28. Juli 1945 wurde das Lager aufgelöst. An diesem Tag ging der letzte Transport der Sowjetsoldaten in die Heimat.
    Sie alle kamen zum Friedhof, um Abschied von den Kameraden zu nehmen, die niemals ihre Angehörigen und die niemals ihre Heimat wiedersehen würden. Dort leisteten sie folgenden Schwur: Immer werden wir unseren in Stukenbrock beerdigten Kameraden ein Andenken wahren. Wir werden fleißig arbeiten, um der Heimat zu helfen, am schnellsten die Wunden heilen, die der Krieg ihr brachte. Wir werden den kommenden Generationen von den Schrecken des Krieges erzählen. Wir versprechen, jegliche Versuche, einen neuen Krieg zu entfesseln und den Nazimus wiederherzustellen, aktiv zu bekämpfen.

    Fast sechs Jahrzehnte sind seit dem Schwur vergangen. Die Amerikaner nutzten das Lager nach der Befreiung 1945 als Kriegsgefangenenlager für deutsche Wehrmachtssoldaten und ein Jahr später, Mitte 1946, übernahmen es die britischen Streitkräfte als Internierungslager für deutsche Kriegsverbrecher. Später wurde dort ein "Sozialwerk Stukenbrock" errichtet, heute befindet sich dort eine Landespolizeischule. Von den alten Baracken ist nur noch zwei erhalten geblieben.
    Das Denkmahl in Stukenbrock, der Friedhof der 65.000 sowjetischen Soldaten, die Stätte des Terrors wurde für zahlreiche Nazigegner aus verschiedenen Ländern, aus Polen, Frankreich und Italien, zu einer Mahn- und Gedenkstätte. In den Jahren 1960 bis 1963 wurden auf diesem Friedhof fast alle bis dahin verstreut im Regierungsbezirk Detmold begrabenen sowjetischen Kriegstoten in 788 Einzelgräbern zugebettet. Die Namen von 666 Toten sind bekannt. Nach einer Neugestaltung des Friedhofes wurde er 1964 der Öffentlichkeit übergeben.
    Das Stukenbrocker Gräberfeld wurde in den Jahren zwischen 1945 und 1967 immer wieder von Bürgern aus dem ostwestfälischen Raum aufgesucht. Sie kamen hierher, um sich vor den Toten zu verneigen. Sie legten Blumen und Kränze an die Gräber und gelobten, den Schwur der Überlebenden dieses Lagers weiterzutragen und kommenden Generationen zu vermitteln.
    Auch an der Gedenkstätte Stukenbrock ging der kalte Krieg nicht spurlos vorbei. In Verantwortung der damaligen CDU-Landesregierung wurde die Glasplastik mit der sowjetischen Fahne vom Obelisken entfernt. An ihre Stelle setzte man ein orthodoxes Kreuz.
    Auch während der Denkmalrestaurierung 1981 konnte man sich nicht entschließen, entsprechend dem Wunsch der Überlebenden des Lagers und den Forderungen vieler BürgerInnen, den Obelisken wieder so zu gestalten, wie ihn die ehemaligen Häftlinge 1945 errichtet hatten. Die rote Fahne blieb auch weiterhin tabu.
    Der Friedhof und damit die Verbrechen von Stukenbrock blieben lange Zeit unbekannt. Bis 1967 war es für die Besucher der Gemeinde kaum möglich, etwas über den Friedhof und seine Geschichte zu erfahren. Auch heute noch sucht man den Namen Stukenbrock vergeblich in den Schulbüchern unseres Landes.

  7. Arbeitskreis "Blumen für Stukenbrock"
    In den 60er Jahren fanden sich in Lemgo Persönlichkeiten der Kirchlichen Bruderschaft Lippe mit Kommunisten und jungen Sozialdemokraten aus dem ostwestfälischen Raum zusammen, um gemeinsam zu überlegen, wie Stukenbrock und die geschichtlichen Erfahrungen im Zusammenhang mit dem Friedhof und den NS-Verbrechen den Überlebenden und Nachkommen bewußt gemacht werden könnten.
    Ihnen ging es nicht um ein einfaches "Totengedenken", sondern darum, an der Stätte der grausamen Verbrechen gegen die Menschlichkeit, BürgerInnen der verschiedenen politischen Richtungen und weltanschaulichen Bekenntnissen zusammenzuführen, zu Willensbekundungen und zum aktiven Handeln gegen Krieg und Faschismus, gegen jegliche Politik, die neuen Völker- und Rassenhaß ermöglicht. Das gemeinsame NIE WIEDER bildet die Plattform für die Tätigkeit des damals gebildeten Arbeitskreises Blumen für Stukenbrock.
    Seit 1967 bekennen sich an den Massengräbern in Stukenbrock alljährlich anläßlich des Antikriegstages am 1. September tausende Demokraten unseres Landes zu einer Politik des Friedens, der Verständigung, der Demokratie und internationaler Solidarität.
    Sie legen Blumen auf die Gräber von Stukenbrock, um als Zeichen ihres Willens einen Beitrag zur Versöhnung mit allen Völkern Europas zu leisten.
    Für sie sind die mahnenden Worte am neuen Ehrenmal auf dem Friedhof "... und sorget Ihr, die Ihr noch im Leben steht, daß Friede bleibt, Friede zwischen den Menschen, Friede zwischen den Völkern" kein leeres Lippenbekenntnis, sondern Aufträge zum Handeln für Frieden, Völkerverständigung, Demokratie und internationale Solidarität.

    Blumen für Stukenbrock wurde in den 70er Jahren zu einem über die Grenzen unseres Landes beachteten politischen Begriff, zu einem Symbol- der Bereitschaft zu Verständigung und Versöhnung mit allen Völkern. Unter diesem Motto bekundeten 1970 mehr als 5.000 BürgerInnen an den Gräbern von Stukenbrock ihre Forderung nach politischer Entspannung, nach Anerkennung der Nachkriegsgrenzen und normalen Beziehungen zu den sozialistischen Staaten Europas. Unter diesem Motto stand 1972 eine große Solidaritätskundgebung mit dem vietnamesischen Volk. Über 10.000 DM wurden damals für das unter brutalen Bombenterror leidende Volk von Vietnam gesammelt.
    Die Stukenbrocker Kundgebungen stellten die Forderungen nach einer Unverjährbarkeit von NS-und Kriegsverbrechen, nach aktiven Handeln gegen neonazistische Kräfte, nach Aufhebung der Berufsverbote und nach einer Beendigung des Wettrüstens zwischen Ost und West in den vergangen 10 Jahren in den Mittelpunkt ihrer Aussagen.
    Mehrfach versuchten in den letzten Jahren, neonazistische und andere antidemokratische Kräfte, die Mahn-und Gedenkkundgebung zu stören. Gedenksteine und Friedhofsanlagen wurden mit Naziparolen beschmiert, Bombendrohungen sollten KundgebungsteilnehmerInnen einschüchtern und Hetzartikel in einigen Zeitungen die Mitlieder des Arbeitskreises diffamieren.
    Heute ist Stukenbrock ein Symbol für mögliche gemeinsame Handlungen von Demokraten.
    Gemeinsam halten um den 1. September eines Jahres junge Menschen verschiedener Jugendorganisationen Tag und Nacht Ehrenwache am Friedhof. Mehrere Hundert beteiligen sich daran und bekunden damit ihren Willen, die richtigen Lehren aus der Geschichte ziehen zu wollen.
    Der Einladung des Arbeitskreises Blumen für Stukenbrock folgten alljährlich Delegationen von Widerstandsorganisationen aus mehreren europäischen Ländern, darunter auch Überlebende des Stalag 326 aus der UdSSR, die an den Mahn- und Gedenkkundgebungen teilnehmen. Ihre Hochachtung vor dem Engagement von DemokratInnen unseres Landes würdigen nicht zuletzt durch ihre Anwesenheit auf den Mahn- und Gedenkkundgebungen zahlreiche Botschaftsdelegationen und viele BürgerInnen unserer Nachbarländer, die einst erste Opfer der Großmachtpolitik Hitlerdeutschlands wurden.
    Das Aufrechterhalten der Kontakte zu den Überlebenenverbänden in der ehemaligen Sowjetunion gestaltet sich immer schwieriger, Viele Überlebende des Krieges sind bereits verstorben, viele in einem so schlechten Gesundheitszustand, daß sie die Strapazen der Reise nicht mehr auf sich nehmen können oder es fehlen mittlerweile die Gelder, die ehemaligen Lagerinsassen als Zeitzeugen einladen zu können..
    Es ist das Anliegen des Arbeitskreises, durch seine Tätigkeit dazu beizutragen, daß die Gedenkstätte Stukenbrock für alle Überlebenden und Nachkommen eine ständige Mahnung zum Frieden, zur Toleranz, zur Völkerverständigung und zur Menschlichkeit wird.
    Der Friedhof Stukenbrock muß zu einer würdigen Mahn- und Gedenkstätte werden. Das sind wir den Opfern des Krieges und Faschismus schuldig.

  8. Das Antifaschistische Workcamp
    Mitte der 90iger Jahre brach die Tradition des Jugendzeltlagers, das zeitgleich zu der Gedenkveranstaltung am Wochenende nach dem Antikriegstag am 01. September durchgeführt wurde, zusammen. Die Resonanz wurde im Laufe der Jahre immer geringer und das Wissen um diese Gedenkstätte verschwand immer mehr aus dem Bewußtsein der Jugendlichen, auch derer, die in der Region politisch interessiert und aktiv waren.
    1997 griffen wir, das Antifaschistische Kreisplenum Gütersloh, die Idee des Zeltlagers auf und führten zusammen mit anderen Gruppen und Organisationen, unter ihnen die SJD-Die Falken, Gewerkschaftsjugenden, Jugendorganisationen der fortschrittlichen Parteien und SchülerInnenvertretungen, im selben Jahr wieder ein Zeltlager durch. Trotz relativ geringer Beteiligung am Zeltlager war es uns in der Vorbereitung gelungen, die Existenz und die Geschichte des Stalag 326 wieder unter Jugendlichen bekannt zu machen. Im Unterschied zu den Jugendzeltlagern, die bis Mitte der 90iger Jahre liefen, stand bei uns der politische Charakter des Jugendzeltlagers im Vordergrund. Fester Bestandteil des Camps sind inhaltliche Arbeitsgruppen, Vorträge über die Geschichte des Stalag, Besuche der Gedenkstätte und Führungen über den Friedhof
    Dieses Jahr führen wir nun schon zum siebten Mal das Camp durch. Das Camp entwickelt sich immer mehr zu einem Treffpunkt von AntifaschistInnen und zu einer Gelegenheit für jüngere TeilnehmerInnen, Gleichgesinnte aus der gesamten Region kennen zu lernen.